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Client-Installer

3.1. Rechner neu installieren

Es gibt grundsätzlich zwei Arten die Neuinstallation eines Rechners mit Hilfe des Client-Installers zu starten. Entweder das Starten von der Boot-CD oder direkt über PXE aus dem Netzwerk.

3.1.1. Booten von der CD

Die Boot-CD stellt die am besten unterstützte Möglichkeit dar, einen Rechner mit Hilfe des Client-Installers von Grund auf neu zu installieren. Die einzigen Nachteile sind, dass man immer darauf achten muss die aktuellste CD zu benutzen und dass man die CD manuell einlegen muss.

Die aktuellste Version der CD steht immer unter http://www.client-installer.de/download/ zum Download bereit.

Um die Windows-Installation zu starten, legt man die CD in das CD-/DVD-Laufwerk des Rechners und lässt diesen von der CD starten. Im Menü der CD hat man nun verschiedene Auswahlmöglichkeiten.

  • Boot First Hard Disk: Der Rechner startet von der ersten Festplatte. Diese Aktion wird automatisch ausgeführt, wenn man nicht innerhalb von 5 Sekunden eine Taste drückt.
  • Client Installer (a.b.c.d): Über diesen Punkt wird der Client-Installer und damit die Windows-Installation gestartet. Um zu verhindern, dass Unbefugte oder Unwissende diesen Punkt aus Versehen anwählen, ist er durch ein Passwort geschützt. Es lautet secret. Die Angabe in Klammern gibt hierbei die IP-Adresse des IServs an. Ist die IP-Adresse Ihres IServs nicht aufgeführt, so können Sie die Startoptionen durch das Drücken der Tabulator-Taste verändern und die entsprechende IP-Adresse angeben. Das Passwort hierfür lautet supersecret.
  • memtest: Wie der Name schon vermuten lässt, startet dieser Punkt das Programm MemTest zur Überprüfung des Arbeitsspeichers des Rechners.

Wurde der Punkt Client Installer ausgewählt, so startet nun ein kleines Linux-Grundsystem, das die ersten Schritte der Installation übernimmt. Sollte der zu installierende Rechner noch nicht in der Rechnerverwaltung des IServs eingetragen oder noch keinem Rechnerprofil zugewiesen sein, so erhält man nach etwa ein bis zwei Minuten eine Eingabeaufforderung, mit Hilfe derer man dies nachholen kann. Mehr dazu unter 3.1.3. Die Rechner in IServ eintragen.

3.1.2. Booten aus dem Netzwerk

Ist der Rechner im Bios so konfiguriert, dass er auch vom Netzwerk booten kann, so bietet diese Option die wohl einfachste Möglichkeit, einen Rechner neu zu installieren.

Hat der Rechner erfolgreich alle benötigten Daten vom Server geladen, so erhält man ein Bootmenü, das nur aus einer Eingabezeile besteht. Folgende Eingaben sind hier möglich:

  • local - Der Rechner startet vom nächsten Boot-Device. Diese Option wird automatisch nach 5 Sekunden ausgewählt, wenn man keine Taste drückt.
  • ci - Der Client-Installer und damit die Windows-Installation wird gestartet.

Beim Booten vom Netzwerk wird kein Passwort zum Starten des Client-Installers benötigt. Die Installation verläuft von hier an identisch mit der von CD gestarteten Installation. Es startet nun ein kleines Linux-Grundsystem, das die ersten Schritte der Installation übernimmt. Sollte der zu installierende Rechner noch nicht in der Rechnerverwaltung des IServs eingetragen oder noch keinem Rechnerprofil zugewiesen sein, so erhält man nach etwa ein bis zwei Minuten eine Eingabeaufforderung, mit Hilfe derer man dies nachholen kann. Mehr dazu unter 3.1.3. Die Rechner in IServ eintragen.

3.1.3. Die Rechner in IServ eintragen

Da es nicht immer oder nur durch erhöhten Aufwand möglich ist, einen Rechner in IServ einzutragen, der noch nicht installiert ist, bietet der Client-Installer die Möglichkeit dies während der Installation zu tun. Außerdem besteht die Möglichkeit den Rechner zu einem Rechner-Profil hinzuzufügen, falls dies noch nicht über die Weboberfläche erledigt wurde.

Für den Fall, dass ein zu installierender Rechner noch keinem Profil zugewiesen ist oder noch nicht in der Rechnerverwaltung von IServ steht, so erhält man nach etwa ein oder zwei Minuten eine Eingabeaufforderung, in die man seinen IServ-Benutzeraccount eintragen muss. Hierbei ist es wichtig, dass dieser Benutzer über ein Administratorkennwort verfügt. Nach dem Bestätigen dieses Dialoges erhält man eine zweite Eingabeaufforderung. Hier trägt man nun sein IServ-Kennwort, nicht das Administratorkennwort, ein.

Ist der Rechner noch nicht in der Rechnerverwaltung eingetragen, so erhält man weitere Eingabefelder, in die man den gewünschten Rechnernamen, die gewünschte IP-Adresse und den Raum in dem der Rechner steht eintragen bzw. auswählen muss.

Hierbei ist es zwingend notwendig, dass mindestens ein Raum in der IServ Rechnerverwaltung eingetragen ist. Bei Fehleingaben, wie z.B. einer falschen IP-Adresse, startet die Eingabe erneut.

Ist der Rechner schon in der Rechnerverwaltung vorhanden, so wird dieser Schritt übersprungen und man erhält sofort eine Liste mit allen verfügbaren Rechner-Profilen, aus denen man sich nun das gewünschte aussuchen und dann mit Enter bestätigen kann.

Ist kein Profil vorhanden, muss man zunächst über die Weboberfläche ein Rechner-Profil anlegen. Mehr dazu unter 4.3. Rechner-Profile.

3.1.4. Ablauf einer Installation

Der typische Verlauf einer Windows-Installation mit dem Client-Installer sieht wie folgt aus:

  1. Starten der Installation per CD oder Netzwerk
  2. Den Rechner in die Rechnerverwaltung von IServ eintragen (optional + manuell)
  3. Dem Rechner ein Rechner-Profil zuweisen (optional + manuell)
  4. Automatisches Laden aller erforderlicher Einstellungen
  5. Laden aller verfügbarer Treiber
  6. Kopieren der Windows-CD auf die lokale Festplatte
  7. Installation von Windows
  8. Installation einiger Programme und Einstellungen
  9. Installation der Windows-Updates (optional)
  10. Defragmentierung der Festplatte (optional)
  11. Installation der Deployment-Software
  12. Abschluss der Windows-Installation
  13. Installation der zusätzlichen Software (optional)

Die Installation des Rechners läuft völlig automatisch ab und bedarf im Regelfall keines weiteren Eingreifens durch den Administrator oder Techniker. Der Client-Installer führt alle nötigen Neustarts automatisch aus.